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www.digbib.org / Heinrich Heine / Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski

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Heinrich Heine: Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski

Inhalt

Kapitel I

Kapitel II

Kapitel III

Kapitel IV

Kapitel V

[Abs. 1] [Kapitel VI]

Kapitel VII

Kapitel VIII

Kapitel IX

Kapitel X

Kapitel XI

Kapitel XII

Kapitel XIII

Kapitel XIV

Kapitel V


Während ich das vorige Kapitel hinschrieb, dacht ich unwillkürlich an ganz etwas anders. Ein altes Lied summte mir beständig im Gedächtnis, und Bilder und Gedanken verwirrten sich aufs unleidlichste; ich mag wollen oder nicht, ich muß von jenem Liede sprechen. Vielleicht auch gehört es hierher und es drängt sich mit Recht in mein Geschreibsel hinein. Ja, ich fange jetzt sogar an es zu verstehen, und ich verstehe jetzt auch den verdüsterten Ton, womit der Claas Hinrichson es sang; er war ein Jütländer und diente bei uns als Pferdeknecht. Er sang es noch den Abend vorher ehe er sich in unserem Stall erhenkte. Bei dem Refrain »Schau dich um, Herr Vonved!« lachte er manchmal gar bitterlich; die Pferde wieherten dabei sehr angstvoll und der Hofhund bellte, als stürbe jemand. Es ist das altdänische Lied von dem Herrn Vonved, der in die Welt ausreitet und sich so lange darin herumschlägt bis man seine Fragen beantwortet, und der endlich, wenn alle seine Rätsel gelöst sind, gar verdrießlich nach Hause reitet. Die Harfe klingt von Anfang bis zu Ende. Was sang er im Anfang? was sang er am Ende? Ich hab oft drüber nachgedacht. Claas Hinrichsons Stimme war manchmal tränenweich wenn er das Lied anfing und wurde allmählich rauh und grollend, wie das Meer wenn ein Sturm heranzieht. Es beginnt:

Herr Vonved sitzt im Kämmerlein,

Er schlägt die Goldharf an so rein,

Er schlägt die Goldharf unterm Kleid,

Da kommt seine Mutter gegangen herein.

Schau dich um, Herr Vonved!

Das war seine Mutter Adelin, die Königin, die spricht zu ihm: »Mein junger Sohn, laß andere die Harfe spielen, gürt um das Schwert, besteige dein Roß, reit aus, versuche deinen Mut, kämpfe und ringe, schau dich um in der Welt, schau dich um, Herr Vonved.« Und

Herr Vonved bindet sein Schwert an die Seite,

Ihn lüstet mit Kämpfern zu streiten

So wunderlich ist seine Fahrt:

Gar keinen Mann er drauf gewahrt.

Schau dich um, Herr Vonved! Sein Helm war blinkend,

Sein Sporn war klingend,

Sein Roß war springend,

Selbst war der Herr so schwingend.

Schau dich um, Herr Vonved! Ritt einen Tag, ritt drei darnach,

Doch nimmer eine Stadt er sah;

»Eia«, sagte der junge Mann,

»Ist keine Stadt in diesem Land?«

Schau dich um, Herr Vonved! Er ritt wohl auf dem Weg dahin,

Herr Thule Vang begegnet ihm;

Herr Thule mit seinen zwölf Söhnen zumal

Die waren gute Ritter all.

Schau dich um, Herr Vonved! »Mein jüngster Sohn, hör du mein Wort:

Den Harnisch tausch mit mir sofort,

Unter uns tauschen wir das Panzerkleid,

Eh wir schlagen diesen Helden frei.«

Schau dich um, Herr Vonved! Herr Vonved reißt sein Schwert von der Seite,

Es lüstet ihn mit Kämpfern zu streiten:

Erst schlägt er den Herren Thule selbst,

Darnach all seine Söhne zwölf.

Schau dich um, Herr Vonved!

Herr Vonved bindet sein Schwert an die Seite, es lüstet ihn weiter auszureuten. Da kommt er zu dem Weidmann und verlangt von ihm die Hälfte seiner Jagdbeute; der aber will nicht teilen und muß mit ihm kämpfen und wird erschlagen. Und

Herr Vonved bindet sein Schwert an die Seite,

Ihn lüstet weiter auszureuten;

Zum großen Berge der Held hinreit't,

Sieht wie der Hirte das Vieh da treibt.

Schau dich um, Herr Vonved! »Und hör du, Hirte, sag du mir.

Wes ist das Vieh, das du treibst vor dir?

Und was ist runder als ein Rad?

Wo wird getrunken fröhliche Weihnacht?«

Schau dich um, Herr Vonved! »Sag: wo steht der Fisch in der Flut?

Und wo ist der rote Vogel gut?

Wo mischet man den besten Wein?

Wo trinkt Vidrich mit den Kämpfern sein?«

Schau dich um, Herr Vonved! Da saß der Hirt, so still sein Mund,

Davon er gar nichts sagen kunnt.

Er schlug nach ihm mit der Zunge,

Da fiel heraus Leber und Lunge.

Schau dich um, Herr Vonved!

Und er kommt zu einer anderen Herde und da sitzt wieder ein Hirt an den er seine Fragen richtet. Dieser aber gibt ihm Bescheid und Herr Vonved nimmt einen Goldring und steckt ihn dem Hirten an den Arm. Dann reitet er weiter und kommt zu Tyge Nold und erschlägt ihn mitsamt seinen zwölf Söhnen. Und wieder

Er warf herum sein Pferd,

Herr Vonved der junge Edelherr;

Er tät über Berg und Tale dringen

Doch konnt er niemand zur Rede bringen.

Schau dich um, Herr Vonved! So kam er zu der dritten Schar.

Da saß ein Hirt mit silbernem Haar:

»Hör du, guter Hirte mit deiner Herd,

Du gibst mir gewißlich Antwort wert.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Was ist runder als ein Rad?

Wo wird getrunken die beste Weihnacht?

Wo geht die Sonne zu ihrem Sitz?

Und wo ruhn eines toten Mannes Füß?«

Schau dich um, Herr Vonved! »Was füllet aus alle Tale?

Was kleidet am besten im Königssaale?

Was ruft lauter als der Kranich kann?

Und was ist weißer als ein Schwan?«

Schau dich um, Herr Vonved! »Wer trägt den Bart auf seinem Rück?

Wer trägt die Nas unter seinem Kinn?

Als ein Riegel, was ist schwärzer noch mehr?

Und was ist rascher als ein Reh?«

Schau dich um, Herr Vonved! »Wo ist die allerbreiteste Brück?

Was ist am meisten zuwider der Menschen Blick?

Wo wird gefunden der höchste Gang?

Wo wird getrunken der kälteste Trank?«

Schau dich um, Herr Vonved! »Die Sonn ist runder als ein Rad,

Im Himmel begeht man die fröhliche Weihnacht,

Gen Westen geht die Sonne zu ihrem Sitz.

Gen Osten ruhn eines toten Mannes Füß.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Der Schnee füllt aus alle Tale,

Am herrlichsten kleidet der Mut im Saale,

Der Donner ruft lauter als der Kranich kann,

Und Engel sind weißer als der Schwan.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Der Kiebitz trägt den Bart in dem Nacken sein,

Der Bär hat die Nas unterm Kinn allein,

Die Sünde schwärzer ist als ein Riegel noch mehr,

Und der Gedanke rascher als ein Reh.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Das Eis macht die allerbreiteste Brück,

Die Kröt ist am meisten zuwider des Menschen Blick,

Zum Paradies geht der höchste Gang,

Da unten da trinkt man den kältesten Trank.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Weisen Spruch und Rat hast du nun hier,

So wie ich ihn habe gegeben dir.«

»Nun hab ich so gutes Vertrauen auf dich,

Viel Kämpfer zu finden bescheidest du mich.«

Schau dich um, Herr Vonved! Ich weis dich zu der Sonderburg,

Da trinken die Helden den Met ohne Sorg,

Dort findest du viel Kämpfer und Rittersleut,

Die können viel gut sich wehren im Streit.«

Schau dich um, Herr Vonved! Er zog einen Goldring von der Hand,

Der wog wohl fünfzehn goldne Pfund;

Den tät er dem alten Hirten reichen,

Weil er ihm durft die Helden anzeigen.

Schau dich um, Herr Vonved!

Und er reitet ein in die Burg und er erschlägt zuerst den Randulf, hernach den Strandulf,

Er schlug den starken Ege Under,

Er schlug den Ege Karl seinen Bruder,

So schlug er in die Kreuz und Quer,

Er schlug die Feinde vor sich her.

Schau dich um, Herr Vonved! Herr Vonved steckt sein Schwert in die Scheide,

Er denkt noch weiter fort zu reiten.

Er findet da in der wilden Mark

Einen Kämpfer und der war viel stark.

Schau dich um, Herr Vonved! »Sag mir, du edler Ritter gut,

Wo steht der Fisch in der Flut?

Wo wird geschenkt der beste Wein?

Und wo trinkt Vidrich mit den Kämpfern sein?«

Schau dich um, Herr Vonved! In Osten steht der Fisch in der Flut,

In Norden wird getrunken der Wein so gut,

In Halland findst du Vidrich daheim

Mit Kämpfern und vielen Gesellen sein.«

Schau dich um, Herr Vonved! Von der Brust Vonved einen Goldring nahm,

Den steckt er dem Kämpfer an seinen Arm:

»Sag, du wärst der letzte Mann,

Der Gold vom Herr Vonved gewann.«

Schau dich um, Herr Vonved! Herr Vonved vor die hohe Zinne tät reiten,

Bat die Wächter ihn hineinzuleiten;

Als aber keiner heraus zu ihm ging,

Da sprang er über die Mauer dahin.

Schau dich um, Herr Vonved! Sein Roß an einen Strick er band

Darauf er sich zur Burgstube gewandt;

Er setzte sich oben an die Tafel sofort,

Dazu sprach er kein einziges Wort.

Schau dich um, Herr Vonved! Er aß, er trank, nahm Speise sich,

Den König fragt' er darum nicht;

Gar nimmer bin ich ausgefahren,

Wo so viel verfluchte Zungen waren.

Schau dich um, Herr Vonved! Der König sprach zu den Kämpfern sein:

»Der tolle Gesell muß gebunden sein:

Bindet ihr den fremden Gast nicht fest,

So dienet ihr mir nicht aufs best.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Nimm du fünf, nimm du zwanzig auch dazu

Und komm zum Spiel du selbst herzu:

Ein Hurensohn, so nenn ich dich,

Außer, du bindest mich.«

Schau dich um, Herr Vonved! »König Esmer, mein lieber Vater,

Und stolz Adelin, meine Mutter,

Haben mir gegeben das strenge Verbot,

Mit nem Schalk nicht zu verzehren mein Gold.«

Schau dich um, Herr Vonved! »War Esmer der König dein Vater,

Und Frau Adelin deine liebe Mutter,

So bist du Herr Vonved, ein Kämpfer schön,

Dazu meiner liebsten Schwester Sohn.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Herr Vonved willst du bleiben bei mir,

Beides Ruhm und Ehre soll werden dir,

Und willst du zu Land ausfahren,

Meine Ritter sollen dich bewahren.«

Schau dich um, Herr Vonved! »Mein Gold soll werden für dich gespart,

Wenn du willst halten deine Heimfahrt.«

Doch das zu tun lüstet ihn nicht,

Er wollt fahren zu seiner Mutter zurück.

Schau dich um, Herr Vonved! Herr Vonved ritt auf dem Weg dahin,

Er war so gram in seinem Sinn;

Und als er zur Burg geritten kam,

Da standen zwölf Zauberweiber daran.

Schau dich um, Herr Vonved! Standen mit Rocken und Spindeln vor ihm,

Schlugen ihn übers weiße Schienbein hin;

Herr Vonved mit seinem Roß herumdringt,

Die zwölf Zauberweiber schlägt er in einen Ring.

Schau dich um, Herr Vonved! Schlägt die Zauberweiber, die stehen da,

Sie finden bei ihm so kleinen Rat.

Seine Mutter genießt dasselbe Glück,

Er haut sie in fünftausend Stück.

Schau dich um, Herr Vonved! So geht er in den Saal hinein,

Er ißt, und trinkt den klaren Wein,

Dann schlägt er die Goldharfe so lang,

Daß springen entzwei alle die Strang.

Schau dich um, Herr Vonved!

Kapitel VI

Es war aber ein gar lieblicher Frühlingstag, als ich zum erstenmal die Stadt Hamburg verlassen. Noch sehe ich wie im Hafen die goldnen Sonnenlichter auf die beteerten Schiffsbäuche spielen, und ich höre noch das heitre lang hingesungene Hoiho! der Matrosen. So ein Hafen im Frühling hat überdies die freundlichste Ähnlichkeit mit dem Gemüt eines Jünglings, der zum erstenmal in die Welt geht, sich zum erstenmal auf die hohe See des Lebens hinauswagt - noch sind alle seine Gedanken buntbewimpelt, Übermut schwellt alle Segel seiner Wünsche, hoiho! - aber bald erheben sich die Stürme, der Horizont verdüstert sich, die Windsbraut heult, die Planken krachen, die Wellen zerbrechen das Steuer, und das arme Schiff zerschellt an romantischen Klippen oder strandet auf seicht-prosaischem Sand - oder vielleicht morsch und gebrochen, mit gekapptem Mast, ohne ein einziges Anker der Hoffnung, gelangt es wieder heim in den alten Hafen, und vermodert dort, abgetakelt kläglich, als ein elendes Wrack!

Aber es gibt auch Menschen, die nicht mit gewöhnlichen Schiffen verglichen werden dürfen, sondern mit Dampfschiffen. Diese tragen ein dunkles Feuer in der Brust und sie fahren gegen Wind und Wetter - Ihre Rauchflagge flattert wie der schwarze Federbusch des nächtlichen Reuters, ihre Zackenräder sind wie kolossale Pfundsporen, womit sie das Meer in die Wellenrippen stacheln, und das widerspenstisch schäumende Element muß ihrem Willen gehorchen, wie ein Roß - aber sehr oft platzt der Kessel, und der innere Brand verzehrt uns.

Doch ich will mich aus der Metapher wieder herausziehn und auf ein wirkliches Schiff setzen, welches von Hamburg nach Amsterdam fährt. Es war ein schwedisches Fahrzeug, hatte außer den Helden dieser Blätter auch Eisenbarren geladen, und sollte wahrscheinlich als Rückfracht eine Ladung Stockfische nach Hamburg, oder Eulen nach Athen bringen.

Die Ufergegenden der Elbe sind wunderlieblich. Besonders hinter Altona, bei Rainville. Unfern liegt Klopstock begraben. Ich kenne keine Gegend wo ein toter Dichter so gut begraben liegen kann wie dort. Als lebendiger Dichter dort zu leben, ist schon weit schwerer. Wie oft hab ich dein Grab besucht, Sänger des Messias, der du so rührend wahr die Leiden Jesu besungen! Du hast aber auch lang genug auf der Königstraße hinter dem Jungfernsteg gewohnt, um zu wissen, wie Propheten gekreuzigt werden.

Den zweiten Tag gelangten wir nach Cuxhaven, welches eine hamburgische Kolonie. Die Einwohner sind Untertanen der Republik und haben es sehr gut. Wenn sie im Winter frieren werden ihnen aus Hamburg wollene Decken geschickt, und in allzu heißen Sommertagen schickt man ihnen auch Limonade. Als Prokonsul residiert dort ein hoch- oder wohlweiser Senator. Er hat jährlich ein Einkommen von 20000 Mark und regiert über 5000 Seelen. Es ist dort auch ein Seebad, welches vor anderen Seebädern den Vorteil bietet, daß es zu gleicher Zeit ein Elbbad ist. Ein großer Damm, worauf man spazierengehen kann, führt nach Ritzebüttel, welches ebenfalls zu Cuxhaven gehört. Das Wort kommt aus dem Phönizischen; die Worte »Ritze« und »Büttel« heißen auf phönizisch: Mündung der Elbe. Manche Historiker behaupten, Karl der Große habe Hamburg nur erweitert, die Phönizier aber hätten Hamburg und Altona gegründet und zwar zu derselben Zeit als Sodom und Gomorrha zugrunde gingen. Vielleicht haben sich Flüchtlinge aus diesen Städten nach der Mündung der Elbe gerettet. Man hat zwischen der Fuhlentwiete und der Kaffeemacherei einige alte Münzen ausgegraben, die noch unter der Regierung von Bera XVI. und Birsa X. geschlagen worden. Nach meiner Meinung ist Hamburg das alte Tharsis, woher Salomo ganze Schiffsladungen voll Gold, Silber, Elfenbein, Pfauen und Affen erhalten hat. Salomo, nämlich der König von Juda und Israel, hatte immer eine besondere Liebhaberei für Gold und Affen.

Unvergeßlich bleibt mir diese erste Seereise. Meine alte Großmuhme hatte mir so viele Wassermärchen erzählt, die jetzt alle wieder in meinem Gedächtnis aufblühten. Ich konnte ganze Stunden lang auf dem Verdecke sitzen und an die alten Geschichten denken, und wenn die Wellen murmelten, glaubte ich die Großmuhme sprechen zu hören. Wenn ich die Augen schloß, dann sah ich sie wieder leibhaftig vor mir sitzen, mit dem einzigen Zahn in dem Munde, und hastig bewegte sie wieder die Lippen und erzählte die Geschichte vom Fliegenden Holländer.

Ich hätte gern die Meernixen gesehen, die auf weißen Klippen sitzen und ihr grünes Haar kämmen; aber ich konnte sie nur singen hören.

Wie angestrengt ich auch manchmal in die klare See hinabschaute, so konnte ich doch nicht die versunkenen Städte sehen, worin die Menschen in allerlei Fischgestalten verwünscht, ein tiefes, wundertiefes Wasserleben führen. Es heißt, die Lachse und alte Rochen sitzen dort, wie Damen geputzt, am Fenster und fächern sich und gucken hinab auf die Straße, wo Schellfische in Ratsherrentracht vorbeischwimmen, wo junge Modeheringe nach ihnen hinauflorgnieren, und wo Krabben, Hummer, und sonstig niedriges Krebsvolk umherwimmelt. Ich habe aber nicht so tief hinabsehen können, und nur die Glocken hörte ich unten läuten.

In der Nacht sah ich mal ein großes Schiff mit ausgespannten blutroten Segeln vorbeifahren, daß es aussah wie ein dunkler Riese in einem weiten Scharlachmantel. War das der Fliegende Holländer?

In Amsterdam aber, wo ich bald darauf anlangte, sah ich ihn leibhaftig selbst, den graunhaften Myn Heer, und zwar auf der Bühne. Bei dieser Gelegenheit, im Theater zu Amsterdam, lernte ich auch eine von jenen Nixen kennen, die ich auf dem Meere selbst vergeblich gesucht. Ich will ihr, weil sie gar zu lieblich war, ein besonderes Kapitel weihen.


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